Church building / Kirchengebäude in Thembalethu

... God has chosen the weak things of the world to confound the things which are mighty; And base things of the world, and things which are despised, has God chosen ... (1Cor 1:27.28) p>p>p>

Mittwoch, 2. Februar 2011

So, bald ist das Jahr um ...

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... und dann geht es zurück nach Europa.

Auch wenn ich im Blog zuletzt nichts mehr über das Hospital oder Begegnungen mit Einzelnen geschrieben habe, so war doch Jesus stets treu und hat weiterhin Menschen berührt, geheilt und gerettet.

Mal waren es Anhalter, die ich mitgenommen habe, mal "Gottessucher", mal trauernde Familienmitglieder.

Woche für Woche.

Ansonsten bin ich auf Abschiedstour. Besonders schwer war es auf der Müllkippe für mich, die Tränen des alten Mannes Oom Samie zu erleben und die von Alicia. Zumal, als ich das Mädchen auf der Müllkippe getroffen habe, sie ziemlich im Gesicht verwundet war und Strolche außerdem ihre gesamte Habe verbrannt hatten. Als ich am Ausgang der Müllkippe war, fragte mich ein junger Mann: "und was ist jetzt mit Alicia?". Sehr gute und überaus berechtigte Frage.

Da überkommt mich große Traurig- und Ratlosigkeit. Vielleicht tut sich in den letzten Tagen noch eine bahnbrechende Möglichkeit auf?

Wie gesagt, bald geht es zurück. Das Wort "heim" vermeide ich in diesem Zusammenhang, da ich unsicher geworden bin, wo das ist. Bin mal gespannt, wie sich Deutschland anfühlt.

Ab dem 25. Februar 2011 bin ich also wieder in Darmstadt erreichbar.

Obwohl ebenfalls intensiv, hatten die über eineinhalb beruflich in Bosnien-Herzegowina verbrachten Jahre in den 90ern keine solche tiefe Auswirkung auf mein Leben, wie das knappe Jahr in den verschiedenen Armenvierteln von George und Umgebung sowie meine Aufenthalte in Lesotho und Zimbabwe.

Dafür sind die tiefen Beziehungen zu Gott und zu vielen Menschen hier verantwortlich.

Damals: WEU-Kollege auf dem "Boulevard", der ehemaligen
Kampflinie zwischen Ost- und West-Mostar 1995
Was gibt es abschließend zu sagen?

Ich bin überwältigt von dem, was Jesus tut und ich mit Ihm erleben durfte.

Die Mail meines Freundes Uli von vor fast 10 Monaten, die in Einklang mit anderen Prophetien steht und die ich mir für mich kaum vorstellen konnte, hat sich jedenfalls in der zurückliegenden Zeit erfüllt.


----- Original Message ----- 
From: Ulrich Kraus
To: 'Geo'
Sent: 13.04.2010 08:11AM
Subject: Frei wie der Wind

... Was ich dir noch weitergeben wollte, was Jesus mir für dich gesagt hat: Du wirst Größeres sehen! Das ist erst der Anfang: Zeichen und Wunder, die alles übersteigen, was du dir vorstellen kannst. ...

----- End of  Message ----

Gott kann nicht lügen. 


Für mich ist mit mir selbst als Beispiel der Beweis erbracht, dass Gott Jeden gebraucht, der bereit ist, mitzumachen.

Es kommt nicht auf's Alter, Geschlecht oder die Herkunft an - schon gar nicht auf den IQ oder den Ausbildungsstand.

Er benutzte ja sogar einen Esel. Siehe 4.Mose 22,28.

Das macht doch Mut, oder? :-)

Danke fürs [auch gelegentliche] Mitlesen und Anteil nehmen, für jede Ermutigung oder kritische Frage und Anmerkung.

Das Gebet ist eine starke Waffe, wie ich lernen durfte und daher danke ich besonders für die Gebete!

Wenn nur ein Mensch von meinen 183 Tagebuchaufzeichnungen profitiert hat und erkennt, das Jesus real ist und einen guten Plan für jeden Menschen hat oder nur ein Mensch im Glauben gestärkt wurde und erkennt, dass Christsein, wie es die Bibel beschreibt, keineswegs langweilig, sondern herausfordernd und spannend ist, hat sich der Aufwand ja schon gelohnt.

Und für wen sich Eindruck verfestigt haben sollte, dass ich ein abgedrehter Spinner bin - auch das soll mir recht sein und ich bin ihm nicht gram. Ist alles im Preis mit inbegriffen :-)

Danken will ich nicht zuletzt noch meinem sensationellen Jesus! Dem Hauptakteur, Regisseur und ersten Zuschauer der gesamten Unternehmung mit den modifizierten Worten aus Jos 24,17:

Denn der HERR, mein Gott, ist der,
welcher mich aus meinem Hause geführt
und vor meinen Augen so große Zeichen getan
und mich behütet hat auf dem ganzen Wege, 
den ich gegangen bin, und unter allen Menschen,
an welchen ich vorübergezogen bin.

Also, das war's dann vom 'Townshipblog'.

Melde mich hiermit ab. Tschüss.
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Samstag, 22. Januar 2011

Fußwaschung bei 'Plätzchen-Eddie'

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Gerade komme ich vom samstäglichen afrikaansen-Mittelschicht-Christentreffen der "Family of God". Heute waren wir in George im Haus von Eddie und Carien. Die beiden backen Plätzchen in ihrem Haus und vertreiben sie, wodurch sie ihren Lebensunterhalt bestreiten.

Teil der 'Family of God'
Es gab heute Lasagne, Kaffee mit Kuchen, einige Jesuslieder mit zweifacher Gitarrenbegleitung und Gebete.

Da, plötzlich klingelte es mitten im Lobpreis, Eddie ging an die Tür und fand heraus, dass ein nichtsesshafter Coloured etwas zu Essen begehrte.

Ich wollte Eddie glaube ich nicht herausfordern oder sonstwas, aber ohne nachzudenken sagte ich: "Hol' ihn doch rein".

So kam es - bzw. er!  

Er heißt Karol, schläft auf der Straße, war mit ausgeschnittenem Plastikmüllsack vor dem aktuellen Starkregen 'geschützt' und kam als Bärtiger ohne Schuhe und Strümpfe daher. Zersaust-filzig-schütteres Haar. Sein Alter ist ihm unbekannt, er schätzt sich auf etwa 65 Jahre. Von Jesus hatte er noch nicht gehört, wie er sagt.

Karol, hier mit Hausherr Eddie, bricht ein in unser
behütet-beschauliches Christen-Idyll
Von Jesus haben wir Karol erzählt, für ihn gebetet, mit ihm gebetet, ihn in den Arm genommen. Carien hat ihm ihre Bibel geschenkt; eine Tasse Kaffee und Lasagne gab's auch. Als Karol zu Jesus betete, liefen Eddie die Tränen.

Hebr 13,2: "Vernachlässigt nicht die Gastfreundschaft; denn durch sie haben etliche ohne ihr Wissen Engel beherbergt."

Dann sagte Vangie (50) zu Karol, dass sie ihm die Füße waschen wolle, was sie auch tat. Anschließend hat sie ihm noch ihre Strümpfe und Lederstiefeletten geschenkt, die Karol erstaunlicher Weise genau passten. So ging statt Karol, nunmehr Vangie ohne Schuhe heim.

Karol und Vangie
Joh 13,12: "Nachdem Jesus nun ihre Füße gewaschen ... hatte, ... sprach er zu ihnen: Versteht ihr, was ich euch getan habe? ... Wenn nun ich, der Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, so sollt auch ihr einander die Füße waschen. Denn ein Vorbild habe ich euch gegeben, damit auch ihr tut, wie ich euch getan habe. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, der Knecht ist nicht größer als sein Herr, noch der Gesandte größer als der ihn gesandt hat."

Vangie, gute Sängerin, hier bei Leannas (rechts) 48. Geburtstag im Dezember
Ich habe den Eindruck, die Zeit steht unmittelbar bevor und ist schon da, wo wir Jesusnachfolger unsere Häuser aufmachen werden und nicht bloß beten, dass Jesus bestimmte Menschen 'irgendwie' segnet und berührt. Jesus nimmt ja uns individuell in die Verantwortung (z.B.: 2.Kor 5,10; Röm 14,10; Mt 25,14f; 1.Kor 13,12f). Wir können uns also nicht nur staunend auf die Mütter Teresas und Georg Müllers dieser Welt verlassen.

Wie mein Freund André unlängst zu recht bemerkte, fragt Jesus, wenn wir Nachfolger Ihm einst begegnen werden, keineswegs: 'hast du jemandem regelmäßig Geld überwiesen, damit dieser den geringsten meiner Brüder kleidet, speist, besucht oder aufnimmt', sondern u.a.mit Mt 25,35ff würde die Sache persönlich!

Was hast du getan?, fragt André bzw. Jesus.

André (47) vor seinem Haus mit dem selbstgemachten Kreuz seines Retters,
auf das er täglich sehen will. Engagiert sich u.a. auch in Silvertown.
Jakobus schreibt im 2. Kapitel seines Briefes:

"Meine Brüder, verbindet den Glauben an unseren Herrn Jesus Christus, den Herrn der Herrlichkeit, nicht mit Ansehen der Person!  

Denn wenn in eure Versammlung ein Mann käme mit goldenen Ringen und in prächtiger Kleidung, es käme aber auch ein Armer in unsauberer Kleidung,  und ihr würdet euch nach dem umsehen, der die prächtige Kleidung trägt, und zu ihm sagen: Setze du dich hier auf diesen guten Platz!, zu dem Armen aber würdet ihr sagen: Bleibe du dort stehen, oder setze dich hier an meinen Fußschemel! – würdet ihr da nicht Unterschiede unter euch machen und nach verwerflichen Grundsätzen richten? 
Hört, meine geliebten Brüder: Hat nicht Gott die Armen dieser Welt erwählt, dass sie reich im Glauben würden und Erben des Reiches, das er denen verheißen hat, die ihn lieben?  
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Ihr aber habt den Armen verachtet! Sind es nicht die Reichen, die euch unterdrücken, und ziehen nicht sie euch vor Gericht?  Lästern sie nicht den guten Namen, der über euch ausgerufen worden ist? 
Wenn ihr das königliche Gesetz erfüllt nach dem Schriftwort: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!«, so handelt ihr recht; wenn ihr aber die Person anseht, so begeht ihr eine Sünde und werdet vom Gesetz als Übertreter verurteilt. ...

Denn das Gericht wird unbarmherzig ergehen über den, der keine Barmherzigkeit geübt hat; die Barmherzigkeit aber triumphiert über das Gericht. ... 

Wenn nun ein Bruder oder eine Schwester ohne Kleidung ist und es ihnen an der täglichen Nahrung fehlt, und jemand von euch würde zu ihnen sagen: Geht hin in Frieden, wärmt und sättigt euch!, aber ihr würdet ihnen nicht geben, was zur Befriedigung ihrer leiblichen Bedürfnisse erforderlich ist, was würde das helfen? ..."


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Dienstag, 18. Januar 2011

Townships sind völlig unromantisch

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... und schon gar nicht sind es Kurorte.
 
Putzig und sehr anhänglich. Aisha vor gut einem halben Jahr
Das wird mir wieder bewusst, nachdem gestern das kleine somalische Mädchen Aisha, gerade 7 geworden, dem Versuch der Vergewaltigung eines in der Nähe wohnenden 13 Jahre alten Jungen zum Opfer fiel und dabei verletzt wurde.

Ihre Mutter, Sarah, konnte aber eingreifen und das Schlimmste verhindern. 

Ich schreibe über derartige Vorkommnisse wenig, aber manchmal doch, wenn die Personen durch Blogeinträge schon bekannt wurden.


Das ist schon zum Haare raufen.

Treffpunkt von Trunkenbolden direkt gegenüber Aishas Haus in Lawaaikamp.
Von sehr früh bis sehr spät herrscht hier Hochbetrieb.

Rechtsanwalt Ingmars Zeugnis

Ich bin regelmäßig erstaunt und 'ungläubig', wie wenig man Gott in Deutschland zutraut bzw. Seinem eindeutigen Wort Glauben schenkt. Auch weiß ich nicht, wie dem zu begegnen wäre. Vielleicht mit diesem kurzen Bericht von Ingmar aus Nürnberg, auf den ich stieß, der mich berührte und der nichts mit Südafrika zu tun hat?

Meine Bekehrung
Ich bin am 19.11.1971 in Hildesheim geboren und arbeite heute als Rechtsanwalt in Nürnberg.
Zu JESUS habe ich mich bekehrt, als ich während meines Jurastudiums im April 1994 (mit 22 Jahren) wegen Verdachts auf einen Tumor im Bereich der Bauchspeicheldrüse im Krankenhaus lag.

Diese Diagnose kam von einem Tag auf den anderen. Jeder weiß, daß einem solch eine Diagnose passieren kann. Etwas ganz anderes ist es, wenn es tatsächlich geschieht. Damals ist mir im Angesicht des Todes klar geworden, daß ich mich in meinem bisherigen Leben an sich nur mit Dingen beschäftigt hatte, die keinen Bestand haben. Ich hatte Todesangst, war völlig verzweifelt, habe nur noch geheult. Bis zu dieser Diagnose war mein Leben sehr glatt verlaufen, sehr gutes Abitur, danach Jurastudium etc.

Aber plötzlich war mir mein Leben in der Hand zerbröselt. Nur noch eine große Frage zählte im Angesicht des Todes: Was ist jetzt noch wichtig? Gibt es Gott? Was ist nach dem Tod? Gibt es ein ewiges Leben? Gibt es irgend etwas, das wirklich absoluten Wert hat - etwas, das der Tod nicht relativiert?

Diese Fragen waren nun kein philosophisches Gedankenspiel mehr für mich, sondern waren plötzlich entscheidend geworden und warteten DRINGEND auf eine Antwort.
Ich war bis dahin evangelischer Namenschrist gewesen, zwar christlich erzogen, aber ohne eine wirkliche Beziehung zu Gott. Zwar hatte ich Gott nie offen bezweifelt, hatte aber im Grunde einen wenig konkreten Glauben. Als mein Bruder sich etwa ein Jahr vorher zu Jesus bekehrt hatte und plötzlich öfters in der Bibel las oder betete, wenn ich in sein Zimmer kam, war mir das irgendwie sehr unangenehm. Obwohl ich selbst jedem auf Nachfrage bestätigt hätte, daß ich Christ sei und die Kirche auch in Diskussionen verteidigt hatte, war ich darüber peinlich berührt, wie mein Bruder plötzlich seinen Glauben lebte. An solchen Dingen merke ich heute in der Rückschau, daß ich mich damals zwar “Christ” und “evangelisch” nannte, aber nicht wirklich bekehrt war. Solange alles schön abstrakt und traditionell-kirchlich war, konnte ich dazu formal stehen, ohne mir groß Gedanken zu machen - aber nicht mehr, wenn einer sein Christsein ernst nahm und sich sein Alltag von dem anderer Menschen unterschied.

Nun aber habe ich tagelang allein im Krankenhaus liegend über Gott nachgedacht. Eine Bibel hatte ich nicht dabei. Obwohl ich eine Bibel zur Konfirmation geschenkt bekommen hatte und sie zuhause immer in meinem Zimmer gestanden hatte, hatte ich kaum jemals darin gelesen.

Aber ich wußte, daß Gott - wenn es ihn denn gab - allmächtig sein mußte, sonst wäre er nicht Gott. Wenn Gott aber allmächtig war, dann war er offenbar damit einverstanden, daß ich nun mit 22 sterben sollte. Ein allmächtiger Gott hätte meinen Tumor verhindern können. Diese Erkenntnis war natürlich ein Hammer für mich damals. Denn angeblich sollte Gott ja auch gut sein. Ein guter Gott tut aber nur Gutes. Wie konnte er das also zulassen?

Der erste Schritt war, daß ich mir überlegt habe, daß Gott ja - wenn er "Gott" ist - mir geistig in jeder Beziehung überlegen sein muß: Ein ewiger, allgegenwärtiger, allwissender Gott, der schon immer da war, alles sieht und sogar die Zukunft kennt, mußte einen derartigen Überblick haben, daß dagegen mein kleines Spatzenhirn wirklich ein blankes Nichts war. Vielleicht war es ja doch gut, was Gott hier geschehen ließ - nur, daß ich es nicht begriff.

Diese Überlegung, daß ich mein eigenes Begreifen nicht mehr unbedingt zum absoluten Maß aller Dinge machte, war ein wichtiger Schritt hin zur Demut.

Nur in Demut kann man Gott erkennen, denn "dem Stolzen widersteht Gott".

Solange Du meinst, über Gottes Handeln zu Gericht sitzen zu müssen und beurteilen zu können, ob es richtig oder falsch ist, was Gott tut, kannst Du Ihn nicht erkennen.

Ich habe dann dort im Krankenhaus auch wieder angefangen, zu beten. Ich kannte das Vaterunser und habe es gebetet. Und da gibt es einen Satz: "Dein Wille geschehe". Wie oft plappert man das so formell herunter und geht dabei davon aus, daß Gottes Wille irgendwie schon ungefähr so wie der eigene sein werde. Doch ich haderte ja gerade mit Gottes Willen! Ich wußte, daß Gottes Wille ganz offensichtlich nicht so wie meiner war. Nun mußte ich mich entscheiden: Konnte ich das so beten oder nicht? War ich bereit dazu, das so zu sagen?

Der Satz "Dein Wille geschehe!" ist mir zu einem Kernsatz meines Lebens geworden.

Diese Frage, ob ich das so beten konnte, war der entscheidende Punkt. Dieser Satz war die große Wende in meinem Leben. Ich hatte nichts in der Hand, hatte keine Beweise für Gottes Existenz und wußte auch nicht allzu viel vom christlichen Gott, sondern lag stattdessen mit einem Tumor im Krankenhaus. Trotzdem habe ich angefangen, Gott einfach und ohne Beweise zu VERTRAUEN.

Dieses Vertrauen hat Gott gerechtfertigt.

Das ist das Entscheidende, wenn man Gott finden will: Nicht erst vermeintliche “Beweise” zu fordern und Vorbedingungen zu stellen, sondern bedingungslos zu vertrauen. Wenn DU kommst, kommt Gott

Ich habe in der Situation damals durch diesen Satz “Dein Wille geschehe” Demut vor Gott und Seiner Entscheidung gelernt. Gott hatte offenbar beschlossen, daß ich sterben sollte und ich habe das akzeptiert. Sinngemäß habe ich gebetet:

"Jesus, was auch immer Du mit mir tun willst - Dein Wille geschehe ! Gott, ich vertraue Dir. Mach, was Du für richtig hältst - und nimm mich bitte in Dein Reich auf."

Gott war mehr oder weniger sofort da. Ich war wie ausgewechselt. Vorher hatte ich Angst, habe stundenlang geheult, hatte tausend quälende Fragen, war am Boden zerstört in meinen Grübeleien.
Doch nun bekam ich langsam Vertrauen zu Gott, ich war gelassen geworden, geradezu glücklich. Hier mag jemand sagen: Ach, das ist psychologisch zu erklären. Aber es war viel mehr. Dafür, was ich fühlte, gibt es eigentlich keine richtigen Worte. In dem gefaßten Vertrauen zu Gott lag eine gewaltige Kraft, von der ich nichts geahnt hatte. Da war jemand, der meine ausgestreckte Hand faßte. Der lebendige Gott war mit Seinem Trost da. Nichts anderes, keine "psychologische" Beruhigung oder so hätte jemals diese unglaubliche Kraft und Gelassenheit bewirken können.

Versteh mich bitte nicht falsch: Ich habe nicht darauf vertraut, gesund zu werden.

Sondern ich habe vertraut, daß es Gottes Wille ist, der geschieht, wenn ich nun bald sterben muß. Irgendwann nachdem Gott mir seine Kraft als Tröster gezeigt hatte, durfte ich auch seine Macht kennenlernen, die definitiv über alle Naturgesetze erhaben ist. ...wie auch anders: die Naturgesetze sind schließlich nur von Gott gemacht. Wie sollte der Schöpfer daran gebunden sein, was er selbst geschaffen hat?

Die Ärzte hatten jedenfalls mit einer Magenspiegelung gesehen, daß der Tumor meinen ganzen Magen eindrückte. Der Tumor war als faserige Masse auf einer Computertomographie neben dem Magen abgebildet und es war eine Gewebeprobe entnommen worden. Die zuvor geschilderten Tage hatte ich verbracht, als ich auf diese Gewebeprobe wartete. Und einige Tage, nachdem ich Vertrauen zu Gott gefaßt hatte, war die Gewebeprobe dann da und es war normales Bindegewebe. Die Ärzte waren sehr überrascht und ich bin erneut untersucht worden. Doch der Tumor war plötzlich nicht mehr da. An dieser Stelle kriegen viele Menschen ein Problem und sagen dann irgendetwas von "spontaner Selbstheilung". Das ist aber nur ein Begriff, der nicht wirklich etwas erklärt. Ein Namensschildchen, das man auf eine Schublade klebt, um darin abzulegen, was man wegsortieren möchte. Eine Worthülse, die dazu dienen soll, das zu verdrängen, was der eigenen Weltsicht widerspricht.
Was da passiert war, konnte sich kein Arzt erklären. Die Ärzte behaupteten, es sei wohl von Anfang an eine Fehldiagnose gewesen. Und einige Tage später bin ich gesund entlassen worden. Über meine Erfahrung mit Gott habe ich nach meiner Entlassung aus dem Krankenhaus anfangs überhaupt nicht gesprochen. Zunächst habe ich sogar die offizielle “Erklärung” der Ärzte für das Verschwinden des Tumors, es sei alles von Anfang an nur eine "Fehldiagnose" gewesen, akzeptiert.

Ich habe darin zwar ganz klar das Wirken Gottes gesehen, auf den ich vertraut hatte (“Dein Wille geschehe”) - aber kein Wunder im eigentlichen Sinne. Ich hatte als gerade Bekehrter einfach noch nicht so den unbefangenen Blick gehabt für das Wirken Gottes, sondern alles mußte für mich rational erklärbar sein.

Erst Monate später wurde mir klar, daß das irgendwie nicht sein konnte. Zwei Ärzte hatten unab- hängig voneinander mit Magenspiegelungen gesehen, daß mein Magen durch den Tumor eingedrückt wurde. Die Bilder waren auf einem Monitor zu sehen gewesen. Eine Gewebeprobe war entnommen worden. Auch in der Computertomographie war der Tumor an der richtigen Stelle zu sehen. ...und dann war er plötzlich weg. Wie wahrscheinlich ist es denn, daß die Geräte und Bilder zunächst alle den Tumor zeigen und man ihn dann einige Tage später nicht wiederfinden kann? Nur eine "Fehldiagnose"? War das wirklich eine logische Erklärung? Wo kam denn die Gewebeprobe her? Hatte sie jemand aus der Hosentasche gezogen? Nein, mir wurde klar, daß dort nach jeder Logik etwas gewesen war - und später nicht mehr. Eine Fehldiagnose wäre hier wohl im Grunde das größere Wunder gewesen....... Aber wir Europäer sind so sehr an solche scheinbar "rationalen" Erklärungen gewohnt, daß wir darüber teilweise geradezu blind für die Realität werden. All dies waren aber zunächst nur heimliche Überlegungen für mich. Mein Leben lief äußerlich so weiter wie bisher.  ---->
Fortsetzung meines Wegs zu Gott

Viele werden jetzt sicher einwenden: "So etwas passiert auch Nichtchristen." Ich kann das nicht beurteilen, sondern kann nur von meiner Erfahrung berichten.

Ich habe auf den Gott der Bibel vertraut und Er hat mein Gebet erhört. Und nicht nur dieses eine mal.
Ich kenne allein in meiner eigenen Gemeinde eine ganze Reihe von Menschen, die ganz ähnliche Dinge wie ich erlebt haben. Wer in eine evangelikale Gemeinde geht, wird Dutzende von Menschen wie mich treffen.
Ich kenne zum Beispiel einen, der war kokainsüchtig. Nachdem er zum ersten mal von Jesus gehört hatte, betete er, daß Jesus ihn doch von seiner Sucht frei machen möge. Am nächsten morgen schnupfte er sich wieder wie aus Gewohnheit sein Kokain und erlebte eine fette Überraschung: Das Zeug wirkte nicht mehr. Kein Rausch. Nichts. Zuerst konnte er es nicht glauben und dachte, es sei schlechter Stoff. Aber er hat trotz mehrfacher ungläubiger Versuche keinen Rausch mehr hingekriegt. Über nacht war er “immun” gegen Kokain geworden (was naturwissenschaftlich eigentlich gar nicht geht). Keine Entzugsentscheinungen, kein gar nichts. Heute ist dieser Junkie ein gesunder Mensch, hat Familie und predigt in Gemeinden.

Oder dieser Ingenieur, der 40 Jahre bekennender Atheist war und das erste mal in seinem Leben zu Gott betete, als die Ärzte seine krebskranke Frau bereits aufgegeben hatten und die Behandlung eingestellt worden war. Er hat mir erzählt, daß bei seiner Frau, wenn man sie nur leicht berührte, Blut aus der Haus heraustrat. Das ganze Rückenmark sei inzwischen “verbrannt” gewesen. Er hätte trotzdem nicht beten müssen, sondern hätte weiter an seinen atheistischen Vorstellungen festhalten können. Aber als dieser Mann, der 40 Jahre über Gott gespottet hatte, sich in seiner Verzweiflung das erste Mal an Gott wandte, hat ihn Gott gehört.
Welche Gnade Gottes.....
Seine Frau, die bereits im Sterben lag, ist auf das Gebet hin in relativ kurzer Zeit gesund geworden, was jeder Arzt, der ihren Fall kannte, nur noch mit Kopfschütteln quittieren konnte. Daraufhin hat sich die ganze Familie taufen lassen.

Ich könnte noch viele weitere solcher Dinge berichten... (kleine und große). Da war zum Beispiel der Wohnungsschlüssel, den ich irgendwo in der Stadt verloren hatte. Ich habe zu Gott um Hilfe gebetet, weil ich kein Geld hatte, die Schließanlage in meinem Wohnblock zu bezahlen. Am nächsten morgen um 5.00 Uhr begegnete ich beim Zeitungsaustragen in den menschenleeren Straßen einem Mann, dem ich skurrilerweise von meinem Kummer erzählte (ist ja auch nicht gerade selbstverständlich....).
Naja, und ausgerechnet dieser wildfremde Mann, dem ich irgendwo in der Stadt morgens um 5.00 Uhr von meinem verlorenen Schlüssel erzählte, hatte meinen Schlüssel am Tag zuvor gefunden und gab ihn mir.
Welche Wahrscheinlichkeit hat so etwas in einer Stadt mit 130.000 Einwohnern ?

1. ich war auf mein Gebet hin ausgerechnet dem Finder meines Schlüssels begegnet.
2. wir waren morgens um 5.00 Uhr auf der Straße ins Gespräch gekommen.
3. ich hatte ihm von meinem verlorenen Schlüssel erzählt.

Zufall? Sicher nicht, dazu erleben ich und andere Christen solche Dinge viel zu oft.

So ist Gott.
     
Ingmar

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Quelle Text und Grafik: www.evangelikal.de

Samstag, 15. Januar 2011

Jesus sprengt HB-Johnnyboys Ketten

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Am vergangenen Mittwoch Abend war Johnnyboy kurz entschlossen zum zweiten Mal mit von der Gottesdienst-Partie.

Johnny am 16.11.2010 beim Ersatzteilkauf
Bei der Fahrt vom Township Parkdene zur Ekklesia klagte er über dies und das.

Namentlich über sein schwieriges Leben in einem Schrottauto im Township.


Am Sonntag Abend sei er überfallen worden. Stichwunde im Krankenhaus genäht. Nachts darauf wurde versucht, ihn im Auto zu verbrennen. Gott hätte ihn jedoch rechtzeitig aufgeweckt.

Dann, am Dienstag wurde er nochmals attackiert, nachdem ein paar Jugendliche den kleinen Containershop, hinter dem sein Schrottauto steht, überfielen.

Johnnys Wohnstatt: Schrottkombi Opel Rekord in Parkdene.
Zudem berichtete er, dass er nicht gut laufen könne. Venenschaden in den Füßen. Shiela, mit im NISSAN, entgegnete ihm spontan, dass Jesus ihn heilen würde.

Im Gottesdienst angekommen, hatte ich ihn eine zeitlang im Arm und irgendwann liefen ihm die Tränen. Noch eine Weile später, nahm er mich glatt auch in den Arm. Das mag für andere nun angesichts der Johanneischen Emissionswerte nicht besonders erstrebenswert sein, mich hat es aber ungemein gefreut, weil dieser Mann wegen ungezählter Enttäuschungen kein Vertrauen zu irgendwem fassen wollte. So bekam ich auch feuchte Augen.

Während der tollen Predigt über das Mysterium des Blutes Jesu, war er immer wieder mal eingenickt und am Ende der selben, winkte ich den jungen Brian herbei, weil ich für Johnnyboys Genesung beten wollte. Als ich ihm die Hände auflegte und anfing zu beten, schwenkte ich nach kurzer Zeit um und betete für seine geistliche Befreiung. Rumms!

Der Johnnyboy hat wie von der Tarantel gestochen, fuchtelnd die Arme hochgerissen. Dann hat's ihn aus dem Sitz bugsiert und auf die Erde gehauen. Da lag er nun auf dem Boden und wir, Brian, der ebenfalls hinzugekommene Bernhard und ich  haben zu dritt gebetet und so ein paar Minuten gekämpft.

Am Ende war es so, dass Johnny nach dem Aufwachen voller Frieden war, voller Freude und Gott gelobt hat. Er ist auch vor die Gemeinde getreten und hat berichtet, dass ihn "irgendeine wunderbare Kraft" aus dem Sitz gehauen hätte. Er pries Gott - sagenhaft.

Nun wisse er, dass er nicht von Gott verlassen ist. Dass Gott sich um ihn sorgt. Er wiederholte diese Aussagen ständig und konnte es kaum fassen.

Auf der Heimfahrt erzählte er, dass "etwas" ihn verlassen hätte, als er auf dem Boden lag und dann versucht hätte, wieder in ihn zurückzukehren. Aber die "Kraft" sei zu stark gewesen und hätte das verhindert.

Da ist Kraft im Blute Jesu.



Wie das genau 'funktioniert', weiß ich nicht, aber Tatsache ist, dass es auch im natürlichen Bereich kein menschliches oder tierisches Leben ohne Blut gibt. Es bringt Leben in jede Zelle des Organismus, reinigt zugleich von Abfallstoffen und schützt durch die weißen Blutkörperchen vor ungebetenen Eindringlingen.

So auch im Geistlichen. Das Blut Jesu bringt uns Zoé-Leben, reinigt von aller Ungerechtigkeit und schützt uns vor geistlichen Eindringversuchen.

'Nun aber, in Christus Jesus, seid ihr, die ihr einst ferne wart, nahe gebracht worden durch das Blut Christi.' (Eph 2,13)

Danke, für das Blut!





Mein Freund Mike, Zeuge einiger Begebenheiten in Südafrika, ist nun nach knapp 3 Wochen am Donnerstag wieder zurück nach Deutschland gereist und dort wohlbehalten angekommen.

Er war -einige Sitzreihen entfernt sitzend- im Gottesdienst dabei und gibt hier per E-Mail weiter, was er zum Thema wahrgenommen hat. Dass mein Name dabei mehrfach fällt, tut nichts zur Sache, es geht um das Wirken Gottes:

----- Original Message -----
To: 'Geo'
Sent: Saturday, January 15, 2011 2:04 PM
Subject: AW: Daheim!

Hallo Geo,
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hier meine (lückenhaften?) Erinnerungen an die Äußerungen von Johnnyboy nach dem GoDi: 
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Da isser ja widder!
Der (un)vergessene JB
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Nach dem Gottesdienst war Johnnyboy (JB) ganz aufgelöst. Auf dem Parkplatz vor dem Ekklesia-Gebäude berichtete er uns ganz aufgeregt, dass er kaum glauben könne, was ihm kurz zuvor im "Service" widerfahren war. 
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Er habe ganz ruhig auf seinem Stuhl gesessen und plötzlich habe ihn "etwas" aus dem Sitz gehoben und auf den Boden geworfen. 

Dann sei er regelrecht durchgeschüttelt worden wie von einem Riesen. 
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Da habe er das Gefühl gehabt "etwas" habe ihn verlassen bzw. sei aus ihm herausgefahren. Wie ein dunkler Schatten sei es ihm vorgekommen. Das "etwas" habe versucht, wieder in ihn zurückzukehren, doch er habe zuviel Stärke gefühlt, was die Rückkehr vereitelt hätte. Jetzt fühle er sich total gut, befreit und stark.
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Immer wieder wiederholte er auf der Heimfahrt im Auto, wie es nur sein könnte, dass ihn etwas aus dem Sitz gerissen und auf den Boden geschmettert hat. Der arme Kerl wusste nicht wie ihm geschehen war. 
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Als er langsam wieder die Fassung erlangte, sagte er mehrfach, dass er die ganze Zeit dachte, dass er von Gott verlassen worden sei: "I thought I was forgotten by God". Doch jetzt wüsste er ganz genau, dass Gott die ganze Zeit bei ihm gewesen sei, er es nur nicht gespürt habe. Nach diesem GoDi fühle er sich von Gott befreit und sei sehr dankbar. Praise JESUS!.
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Geo wies JB darauf hin, dass er den bösen Geistern nicht erlauben solle, zurückzukehren. Mit Verweis auf Lukas 11,24-26 warnte er JB, dass größere Anfechtungen der Dämonen bevorstehen könnten, da diese zurückkehren wollen und mahnte JB zur Abwehrbereitschaft und zur Standhaftigkeit gegen alle Versuchungen. Insbesondere hinsichtlich Rachegefühlen gegen andere Township-Bewohner, die ihn bedroht und mit einem Messer verletzt hatten..
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Bei seinem Domizil - einem alten Opel Rekord E Caravan - angekommen, betete Geo für ihn und man verabredete sich für den Besuch des nächsten Ekklesia-Gottesdienstes am Mittwoch. JB verabschiedete sich freundlich und erlöst von uns allen - sichtlich erleichtert und immer noch überaus erstaunt über das Wirken Gottes an seiner Person..
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Auf die wiederholten Bitten an Geo, nicht nach Deutschland zurückzukehren, denn er sei sein einziger wirklicher Freund, der sich um ihn kümmerte, entgegnete Geo, dass er eine stabile Beziehung zu Jesus benötige, denn schließlich habe Er an ihm gewirkt und sei zu seiner Heilung und Befreiung am Kreuz gestorben. 
Geo empfahl den regelmäßigen Besuch der Ekklesia-Gemeinde, denn dort würden ihn die Menschen so aufnehmen, wie er sei - auch ungewaschen. 
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Wer dem Teufel widersteht, vor dem werde er fliehen, sagt die Bibel, und die Kraft für den Widerstand erhalte man von Gott und durch das "Fellowship" mit anderen echten Christen. Genau das war auch ein Thema des denkwürdigen GoDi, an dem JB "erfuhr", dass er vom Herrn nicht vergessen oder verlassen ist. 
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Ganz nach der Verheißung aus Hebräer 13,5: "I will never leave you nor forsake you!"
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Beste Grüße
Mike
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Dienstag, 11. Januar 2011

Alicia erstmals beim Zahnarzt - Johnnyboy

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Im Alter von 16 Jahren stand am vergangenen Freitag für Alicia der erste Zahnarztbesuch in ihrem Leben an. Bei 'meinem' Zahnarzt Dr.Deal, dessen Künsten ich mich auch bereits zweimal anvertraute, wurde der Termin wahrgenommen und Löcher in 2 von Alicias Zähnen behandelt.

Mit Mike nach den Betäubungsinjektionen im Wartezimmer.
Wie meistens in solchen Situationen, stellt es eine Herausforderung für alle Beteiligten dar, wenn man mit Alicia unterwegs ist.

Eine der unerwarteten Begebenheiten an diesem Tag war, dass das Mädchen während der Behandlung einschlief und kaum aufzuwecken war, so dass darüber selbst der Zahnarzt einigermaßen erschrak :-)

Dr. Deal mit Alicia
Gestern habe ich von Mike erfahren, dass durch den Erlös einer Spende des FC Bayern München die Behandlungskosten abgedeckt werden. Dazu auch noch einiges Obst und Brot für die Freunde von der Müllkippe.

Danke dafür.

Auf dem nachfolgenden Foto war ich mit Mike am Eingang der Müllkippe, wo wir auf eine Gruppe Männer trafen und Essen ausgaben. Mike war sehr beunruhigt, denn die Stimmung war wegen einer Kleinigkeit aufgeheizt. Ein paar der Jungs waren untereinander aggressiv und einer kam mit seinem versteckt gehaltenen Messer angelaufen.

Einmal mehr ging die Sache aber gut aus.

Vor dem Eingang zur Müllkippe
Apropos Müllkippe: Am Sonntag Morgen waren Mike und ich mit Oom Samie, Oom Koos und Johannes im Gottesdienst. Wir hatten die Gruppe auf der Müllkippe abgeholt.

v.l.n.r.: Johnnyboy, Johannes, Oom Samie und Oom Koos
Der Automechaniker Johnnyboy aus dem Township Parkdene, der dort in einem Schrott-Pkw "wohnt", war erstmals ebenfalls mit im Gottesdienst. Morgen und am Sonntag will er unbedingt wieder dabei sein!

Es handelt sich bei Johnny um das legendäre "HB-Männchen" aus dem Blogeintrag vom 24.11.2010

Wieder eine spannende Geschichte: Vor ein paar Wochen hatte ich ihm eine Bibel vorbeigebracht. Am Sonntag sagte mir nun dieser Mann, dass sich sein Leben seit dem Gebet von damals verändert habe. Er trinkt nicht mehr!
Er war zudem gaaaanz ruhig. Fluchte nicht und schrie auch nicht mehr. Ein ganz anderer Mensch. So friedlich. Zwar immer noch arm, aber eine Veränderung in seinem Auftreten war offensichtlich. Irgendwie erhellt :-)

Danke, Jesus, Friedefürst!


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Donnerstag, 6. Januar 2011

Farm - Kapstadt - Bus

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Meine Freunde Jochen und Mike kamen nacheinander für je 3 Wochen aus Deutschland zu Besuch auf die Natural-Spring-Farm in der Nähe von George. Ich selbst wohne in dieser Zeit nicht in Thembalethu, sondern ebenfalls auf der Farm.


Jochen war ja schon ab dem 16.12. mit Rüdis Familie hier und Mike traf am 26.12. ein.

Abendstimmung auf der Natural-Spring-Farm am Neujahrsabend
Shiela und Jeanné hatten beide Urlaub und so hielten sie sich zwischendurch ebenfalls ein paar Tage auf der Farm auf (Männer und Frauen in getrennten Häusern).

Also waren wir zu fünft zum Beispiel an 2 Montagen gemeinsam im Krankenhaus, in der Ekklesia-Gemeinde oder auch mal zum Essen.  

Die kleine Gruppe hat sehr schön zusammen gepasst. Wir hatten eine gute Zeit.


Jochen lud zum Abschied in die Stadt zum Essen ein.
Mit Mike war ich auch mal in Silvertown:

Mike in Silvertown

 


Und auf der Müllkippe:

Oom Samie -nicht im Bild- geht es zunehmend besser.
Jochen hat in den Tagen nach Rüdis Abreise eine ziemliche Jesus-Ladung abbekommen, da wir zudem auch noch Papa Oli und Edwin in George besucht hatten.

Hier kommt Shiela schon wieder mit der Bibel angelaufen, und 'drangsaliert'
Jochen voller Unverständnis mit der Frage, wieso er ohne Jesus leben kann.
Aber Jochen wusste sich an der Frau zu rächen:

Jochen und Mike konnten sehr gut mit den beiden Freundinnen.

Außerdem war Jochen auch einmal mit in der Ekklesia Gemeinde (hat ihm überhaupt nicht zugesagt). Lieder 'viel zu lang' und Predigt 'nicht gehaltvoll' genug. "Das eine Lied ging ja fast eine halbe Stunde und hörte gar nicht auf ..." :-)


Mikes Taufe im Heiligen Geist

Mike fand hingegen alles gut. Anlässlich seiner Taufe im Heiligen Geist am vergangenen Sonntag in der Gemeinde schildert er hier das Erlebte mit seinen eigenen Worten.

Mike schreibt nachfolgend selbst:

'Der gute Mensch von Dasbach' :-)
beim Blogeintag
"Nach meiner Taufe im heiligen Geist beim CZW-Encounter im Februar 2008, nach der ich nicht alle Gaben des heiligen Geistes für mich spürbar empfangen hatte, empfahl mir Geo eine "Confirmation" beim Sonntags-Gottesdienst in der Ekklesia-Gemeinde George. 

Diesem Vorschlag stimmte ich gerne zu und als es dann soweit war, holte mich Geo nach vorne zu Pastor Kobus Smit, der die Taufe vollzog. 

Vorher fragte er mich, ob ich mir die Taufe von ganzem Herzen wünschte. Die Taufe im Heiligen Geist sei ein Geschenk, das man sich nicht verdienen oder erarbeiten müsse. Man bekomme es durch den Glauben geschenkt. 

Während der Prozedur, bei der ich die Augen geschlossen hielt und Geo direkt mit aufgelegter Hand hinter mir stand, hatte ich das Gefühl, jemand hätte die Tür ganz weit geöffnet und ich stände im Durchzug, der so stark war, als ob ich bei 80 km/h auf dem Motorrad sitze. 

Das Gefühl war aber in keinster Weise unangenehm. Ich öffnete kurz die Augen und sah, wie sich die Girlanden und Vorhänge direkt vor mir überhaupt nicht bewegten. Geo hatte auch keinen Durchzug gefühlt. Das war der Beweis, wie der heilige Geist in diesen Minuten während der Taufe an mir wirkte bzw. ich es körperlich verspürte. 

In mir hatte sich nichts Außergewöhnliches geregt oder getan. Am Ende der Taufe und des Gottesdienstes fühlte ich mich außerordentlich glücklich und entspannt... - Danke Jesus!!!"

Soweit die Ausführungen von Mike.

Hier noch mal der Hinweis auf seinen Blog, den er nach seiner Rückkehr nach Deutschland am 14. Januar sicherlich mit seinen Eindrücken aus Südafrika anreichern wird: http://mike-meurer.blogspot.com


Kapstadt

Als Jochen am Mittwoch nach Hause flog, begleiteten Mike und ich ihn nach Kapstadt und verbrachten dort 1 1/2 Tage und eine Nacht gemeinsam (bei "Adam's Place" günstig in Zimmer mit Zusatzmatratze auf dem Boden).

Wir besuchten ein paar typische Reiseziele: Tafelberg, Longstraat, Malayenviertel und Waterfront.

Jochen und Mike harmonierten sehr gut miteinander.
Hier auf dem Tafelberg.

War auch oben.

Blick vom Tafelberg auf einen Teil Kapstadts
 
Die Marienschwestern aus Darmstadt-Eberstadt
sind auch auf dem Table Mountain mehrfach vertreten!

 
Im Malayenviertel mit seinen typisch bunten Hausfassaden
In der Longstreet
 "Weltoffen". Viel New Age und Okkultes, aber auch manchmal etwas, was mein Auge erfreute:

Straßenreinigungsfachkraft im Zentrum von Kapstadt

Jochen in der Innenstadt

Der Bus

Auf der siebenstündigen Heimreise mit dem "City to City" Bus nach George, legte der Busfahrer zu Beginn eine christliche Lobpreis-DVD ("Lift Him Up" von Roy Kenoly) auf. Gegen Ende der DVD kam mir der abstruse Gedanke, dass ich ja den Busfahrer fragen könnte, ob ich zu den Leuten im Bus sprechen und für sie beten darf.

'City to City' Reisebus mit 60 Plätzen

Da der Gedanke aber sehr abwegig erschien, bat ich Gott um eine Bestätigung und - kaum erbat ich die Bestätigung, fuhr vor uns plötzlich ein weißer Kleinbus mit der Aufschrift "uYesu .... !" her.

Ich fragte meinen schwarzhäutigen Sitznachbarn Leander, für den ich bereits kurz nach dem Einsteigen gebetet hatte, da gerade seine Freundin tödlich verunglückt war, was die Aufschrift bedeutet und er sagte mir, es heiße: "Jesus steht dir immer bei!"

Welch eine Bestätigung. Also fragte ich mit etwas mulmigem Gefühl den Busfahrer mit Namen Charles. Seine Gegenfrage lautete "Bist du im Blut des Lammes gewaschen?"

"Ja!" - "Praise the Lord" - dann los :-)

Mein Freund Mike schlief während des gesamten Geschehens, sagte mir aber hinterher, dass ihm zu Beginn der Fahrt der scherzhafte Gedanke kam, als die christliche DVD aufgelegt wurde: "Jetzt fehlt ja nur noch, dass der Geo nach vorne geht und spricht ...".

Es ist der gleiche Geist, der in uns wirkt.

An der Tankstelle unterhielt ich mich später mit dem 50 Jahre alten Busfahrer Charles während einer Rast. Er sagte mir, dass er jetzt den Film "The Burning Hell" zeigen will. (Das ist der gleiche Film von 1974, der auch seinerzeit in Lesotho zum Programm gehörte.) Charles war durch diesen Film zum rettenden Glauben gekommen - wenn auch erst 1 Jahr später, nachdem er ihn ansah, wie er erklärte.

Er selbst dürfe als Busfahrer nicht predigen, aber ich dürfte gerne sprechen.

Alles war so unwirklich für mich - wie im Film. Was mache ich denn hier ??? Aber am Ende kam es schließlich so und ich ging nach Ende des Filmes zum zweiten Mal nach vorne und sprach zu den Fahrgästen (eigentlich schrie ich beinahe, denn es gab kein Mikrofon im Bus).

Als der Film lief, fiel mir auf, dass eine vor mir sitzende ältere weiße Dame die Anmerkung machte, es gäbe diese Hölle gar nicht, sondern die Hölle sei hier auf der Erde. Welch eine Fehleinschätzung.

Aber immerhin, eine junge Xhosa-Frau namens Poshia wurde im Herzen berührt und gab ihr Leben Jesus.

Wieder ein spannendes und unvorhergesehenes Erlebnis. So 'ne Busfahrt hatte ich auch noch nicht erlebt.

Aber wie sagte der gute Paulus zu seinem Mitarbeiter Timotheus in 2.Tim. 4,2:
 

"Verkündige das Wort, tritt dafür ein,
es sei gelegen oder ungelegen."


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Donnerstag, 30. Dezember 2010

The New Year Is At Hand

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Dear friends,

doubtless the most amazing year of my entire life is going to end tomorrow.

I am grateful for the experiences that the Lord allowed me to have here in Africa.

The Word based "Ekklesia Ministries" with it's committed followers of Christ, the "Family of God", many individuals from various countries and backgrounds, as well as my faithful friends and family back in Germany had a major impact on my life in 2010.

In some areas, my views pertaining Christianity have been changed to the core. I received some understanding, what it means, to follow Jesus Christ and to be a disciple. It is an ongoing, dynamic process of growth, not at all a one time decision.

I haven't arrived, where I want and need to be, but at least I have left, where I once have been.

Therefore I want to thank all of you from the bottom of my heart for your friendship, your love, your guidance and your support. You indeed are precious to me!

I wish you and your families a wonderful start in the year to come.

There are many prophecies out there, that predict a great worldwide move of the Holy Spirit for the coming year 2011. So, let us have expectant hearts and see what the Lord Jesus has prepared for those that love Him.

The Moravian Watchword for the first day in the new year, the 1.1.11, from Ephesians 4,15 is my prayer for us:

That we might be able "speaking the truth in love, may grow up into him in all things, which is the head, even Christ". 

Blessings abundantly,

Praise the Lord!

Geo

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Montag, 20. Dezember 2010

Rüdi, der Fotograf

Rüdi hat sicht nur eine gute Kamera, und er weiß auch damit umzugehen. Er sieht Dinge, die ich gar nicht so wahrnehme.

Nachfolgend daher eine kleine, kommentarlose Auswahl der vielen stimmungsvollen Bilder, die mit Ausnahme des ersten auf der Natural-Spring-Farm entstanden sind und imposante Licht- Farben- und Wolkenspiele zeigen.

Am Strand zwischen Farm und George




















Und zum Abschluss: Das Kreuz in den Wolken.

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